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Burg Eisleben

Von dem einst stattlichen Schloss der Grafen von Mansfeld sind heute keine oberirdischen Spuren mehr vorhanden. Auf dem Schlossplatz in Eisleben, dort wo einst das Schloss thronte, steht heute eine Grundschule und ein Verkaufsmarkt.

Zwar war das Schloss bei einem Stadtbrand im Jahre 1601, so wie auch die gesamte Eislebener Altstadt, stark in Mitleidenschaft gezogen worden – wieder aufgebaut wurde aber nur die Innenstadt. Im Jahre 1881 wurde dann die Schlossruine bis auf den gewaltigen Bergfried, mit einer Höhe von 25 m und einem Durchmesser von 8 m, abgerissen um für ein Gymnasium Platz zu machen. Die DDR-Aministration ließ dann 1969 auch den mächtigen Bergfried für immer verschwinden. Eine Kaufhalle nahm fortan seinen Platz ein. Aber auch dieser Bau musste nach der Wiedervereinigung einem modernen Discountmarkt weichen. Trotzdem möchte ich über diese Befestigung berichten.

Schon im Jahre 994 wird Eisleben in einer Urkunde von Otto III. als einer von sechs Orten genannt, die bereits früher Marktprivilegien einschließlich Münz- und Zollrecht erhalten hatten. Daraus kann abgeleitet werden, dass Burg und Siedlung schon eine Weile zuvor bestanden haben müssen. Am Westufer des damaligen „Faulen Sees“ hat ursprünglich eine rechteckige Wasserburg gestanden, die Königsgut war. Burg und Marktflecken waren unmittelbar an der Kreuzung zweier Handelsstraßen errichtet.

König Heinrich IV., der durch seine Politik der Rückgewinnung von Königsgut den Sachsenkrieg auslöste, hatte sich in seiner langen Regierungszeit viele Gegner geschaffen. 1081 wählten die sächsischen und schwäbischen Fürsten Hermann von Luxemburg als Nachfolger von Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden. Gegenkönig Hermann residierte von 1081-1083 auf der Wasserburg von Eisleben. König Heinrichs Truppen aus Friesland zogen gegen die Burg von Hermann und belagerten diese. Da kam Graf Ernst von Mansfeld zu Hilfe und schlug die Friesen, das Schlachtfeld nannte man lange Zeit Friesenstraße, heute Freistraße. Im Jahr 1084 verließ Gegenkönig Hermann endgültig Eisleben, weil er von den Sachsen nicht ausreichend Unterstützung zur Durchsetzung seiner Thronansprüche erhalten hatte.

Schon im Jahr 1069 hatte das Geschlecht der Mansfelder, die ihre Stammburg in Mansfeld hatten, von Kaiser Heinrich IV. das Gaugrafenamt erhalten. Eisleben entwickelte sich bald zu Zentrum dieser Grafschaft. Um das Jahr 1150 hatte Bischof Wichmann von Magdeburg Friesen und Flamen für den Bau von Entwässerungsgräben und Dämmen herbeigerufen, die die Trockenlegung des „Faulen Sees“ vornahmen und damit neues Siedlungsgebiet in Burgnähe schufen.

Es wird angenommen, dass um 1200 eine neue Burg (vielleicht Erweiterung oder Bau auf den alten Fundamenten) errichtet wurde, die zeitweise als Residenz der Mansfelder diente. Die Burg wurde dann zum spätgotischen Schloss umgebaut, bis es in Flammen aufging.

Nach den Aufmaßen von Prof. Hermann Gössler hatte die Anlage einen rechteckigen Grundriss von 20 x 30 m. Die Anlage war durch eine mittlere Längsmauer und Quermauern in rechteckige, größtenteils mit Kreuzgewölben überspannte Räume aufgeteilt. In der Südwestecke befand sich ein stattlicher Saal von 7,5 x 12,4 m mit Mittelsäule und vier Kreuzjochen. Nach Ansicht von Merian war der Palas dreigeschossig und von hohen Giebeln abgeschlossen. Der Bergfried besaß einen Umgang und eine welsche Haube. An die Nordseite des Palas war außen eine tonnengewölbte Kapelle von 6,20 x 12,5 m angesetzt, nördlich derselben befand sich ein langer schmaler Bau von 9 x 33 m. Leider ist von all dem heute nichts mehr zu sehen, leider!

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 4
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 4

Diesmal stelle ich Ihnen textlich 49 Burgen und Schlösser vor, die durch zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen, Grundrisse, Stiche und Illustrationen veranschaulicht werden, die diesmal allerdings von verschiedenen Künstlern stammen. Ich habe wieder zahlreiche Archive und Bibliotheken durchforstet um Daten, Fakten aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Auch in diesen Band habe ich wieder zahlreiche Burgen und Schlösser aufgenommen, die nicht unmittelbar der Harzregion zugeordnet werden können, mit dieser aber geschichtlich eng verflochten sind. Wer mehr über die Herren dieser Burgen und Schlösser - über die Adelsgeschlechter der Harzregion - wissen möchte, dem empfehle ich meine „Harz-Geschichte“ Band 2 und Band 3. In diesen Büchern setze ich mich mit den geschichtlichen Persönlichkeiten und den entsprechenden Ereignissen in der Harzregion des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters auseinander. Dabei spielen natürlich auch die Befestigungsanlagen immer eine Rolle. Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude beim Lesen; vielleicht auch beim Erkunden dieser faszinierenden Bauwerke aus längst vergangener Zeit, die uns auch heute noch so viele Rätsel aufgeben.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
180 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
14 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
136 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos