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Burg Gandersheim

Zwischen Harz und Leinetal liegt, eingebettet zwischen Berghängen, das im Frühmittelalter gegründete Gandersheim. Es war die Heimstatt des Geschlechts der Liudolfinger, die nach ihrem Begründer Sachsenherzog Liudolf benannt wurden. Auch kann man sagen, es war der Tiegel des Heiligen Römischen Reiches, das die Ottonen, die ja Liudolfinger waren, aus dem karolingischen Ostfrankenreich heraus bilden. Herzog Liudolf war ein Urenkel von Karl dem Großen und auch von Sachsenherzog Wittekind. Es heißt, sein Großvater Bruno war der Gründer des heutigen Gandersheimer Stadtteils Brunshausen und auch Gründer des dortigen Klosters. Die erste urkundliche Nachricht haben wir aber aus dem Jahr 852, in dem Liudolf und seine Gemahlin Oda das Stift Gandersheim gegründet haben. 

Schnell erlangte das Gandersheimer Stift Macht, Einfluss und wurde reich begütert. Die Braunschweiger Herzöge, die eng mit den Liudolfingern verwandt waren, hatten damals die Schutzherrschaft über das Gandersheimer Gebiet. Sie sahen die wachsende Machtfülle des Stifts als Gefahr für ihr Amtsgebiet. Um dem entgegen zu wirken und ihre Landeshoheit demonstrativ zu zeigen, bauten die Herzöge in Gandersheim eine Wasserburg. Diese wurde erstmals im Jahr 1347 als „Slot Gandersheim“ erwähnt. Unter den Herzögen Heinrich dem Älteren und Heinrich dem Jüngeren wurden von Mitte des 15. bis Mitte des 16. Jahrhunderts zahlreiche Um- und Erweiterungsbauten vorgenommen. In jener Zeit (von 1489 bis1568) wurde auch das Bett der Gande, an dem die Burg lag und die ihre Sicherungsanlagen mit Wasser versorgte, nordwärts verlegt. Fortan war die Burg durch einen Wall vom Wasser getrennt.

Bekannt wurde das Schloss Gandersheim durch die weithin bekannte Affäre von Herzog Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel mit Eva von Trott. Sie war 45 Jahre lang die Geliebte des Herzogs und gebar ihm zehn uneheliche Kinder. Die junge Eva, aus der hessischen Adelsfamilie von Trott zu Solz, kam als 16-jährige an den Wolfenbütteler Hof und wurde schnell die heimliche Geliebte des Herzogs. Lange konnte die Beziehung geheim gehalten werden, da die von Trott ihre Kinder heimlich auf der Stauffenburg zur Welt brachte. Von Dauer war aber die Geheimhaltung nicht und seine Gemahlin wie auch die Familie der von Trott drängten auf eine Lösung.

Diese fiel aber höchst subtil aus, denn der Herzog arrangierte eine Scheinbeerdigung in Gandersheim und verbrachte seine Geliebte heimlich auf die Stauffenburg, wo er sie häufig besuchte. Um ungebetene Besucher von der Stauffenburg fernzuhalten, wurden Spukgeschichten verbreitet. Evas Odyssee fand erst im Jahr 1558 ein Ende, als der Herzog ihr eine Wohnung im Kreuzstift von Hildesheim verschaffte. Seine zehn unehelichen Kinder wurden von ihm als „von Kirchberg“ geadelt, versorgt und diese Liaison fand Eingang in die Geschichtsbücher.

In der Folgezeit wurden Um- und Anbauten durchgeführt, alte, im Verfall befindliche Gebäude abgerissen und durch neue ersetzt. Heute sind leider keine ursprünglichen oberirdischen Bauten mehr vorhanden. Die heutige Burganlage macht den Eindruck eines im 16. Jahrhundert erbauten Amtssitzes. Genutzt wird sie als Amtsgericht sowie für die Durchführung kultureller Veranstaltungen.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2011

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)

Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2 Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
160 Seiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen, 12 Stiche
Taschenbuch: 13,99 €
112 Seiten, 2 Farbseiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen