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Burg Rusteberg im Eichsfeld

Im thüringischen Landkreis Eichsfeld liegt zwischen den Gemeinden Marth und Rustenfelde der Rusteberg. Auf dessen isolierter Bergkuppe ist eine befestigte Anlage nachgewiesen, die schon in der Laténezeit (5.-1. Jahrhundert v. Chr.) bestanden hat. Dieser Standort gelangte wahrscheinlich bereits im 8. oder 9. Jahrhundert mit Heiligenstadt in den Besitz der Mainzer Erzbischöfe.

Der Rusteberg ragt steil aus dem Leinetal auf und sein Gipfel liegt 397 m ü. NN. Im Mittelalter hatte der Berg strategische Bedeutung, weil in unmittelbarer Nähe eine bedeutende Heer- und Handelsstraße vorbeiführte.
Wann und von wem die mittelalterliche Rusteburg auf dem Bergkegel errichtet wurde ist nicht überliefert. Erstmals urkundlich genannt wurde die Höhenburg im Jahr 1123. Bereits um 1165 wurde sie jedoch durch Landgraf Ludwig II. von Thüringen im Auftrag von Kaiser Barbarossa zerstört. Dies war die Rache des Kaisers, die auf der antikaiserlichen Haltung des Mainzer Erzbischofs Konrad I. beruhte.

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an, bis zum Jahr 1327, wurde das Mainzer Viztum durch die Familie von Hanstein repräsentiert, die das Amt in Erbfolge innehatte. Die Herren von Hanstein waren als Oberamtleute auch für den Wiederaufbau der Burganlage zuständig. Da das Mainzer Territorium ab dem 12. Jahrhundert erheblich erweitert wurde, kam der Burg Rusteberg eine herausgehobene Bedeutung zu. Diese wird in der Folgezeit durch zahlreiche Beurkundungen, zugleich Nachweis für Aufenthalte der Erzbischöfe, und die Einrichtung eines Burggrafenamtes unterstrichen. Über das Mittelalter hin wurde die Burg Rusteberg ständig weiter ausgebaut und auch befestigt und wurde zur bedeutendsten mainzischen Burg des Eichsfeldes. Allerdings ließ das Interesse der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe für die Burg Rusteberg ab der Mitte des 14. Jahrhunderts nach – immer seltener wurden deren Besuche, denn sie favorisierten für ihre Aufenthalte im Eichsfeld zunehmend Heiligenstadt.

Inzwischen zur Festung ausgebaut, diente die Burg während des Bauernkrieges den regionalen Grundherren als Stützpunkt, um ihre Gegenaktionen gegen die Aufständischen zu planen und durchzuführen. Obwohl die Burg Rusteberg im Bauernkrieg keinen Schaden genommen hatte, verlor sie um 1540 ihren Status als Oberamtssitz. Diesen verlegte Kurfürst und Erzbischof Albrecht II. nach Heiligenstadt. Auf dem Rusteberg verblieb nur noch das Vogteiamt, welches als letzter der Vizedom Siegfried von Bültzingslöwen führte.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von Hessen-Kasselschen Truppen eingeschlossen und musste schließlich übergeben werden, kam aber im Westfälischen Frieden an Kurmainz zurück. 1749 - 1750 erbaute die Amtsverwaltung am Ostfuß des Burgberges das Mainzer Amtshaus (Schloss Rusteberg). In diesem Zusammenhang begann der Abbruch der bis dahin noch weitgehend intakten Burganlage, deren Steine als Baumaterial für die neue Anlage Verwendung fanden. Die Burgkapelle diente der Bevölkerung noch bis in die jüngste Vergangenheit als Andachtsort.

Von der Burg Rusteberg sowie der spätmittelalterlichen Festungsanlage sind heute nur Reste des äußeren Befestigungsringes erhalten. Auch gibt es noch teilweise verschüttete Gewölbekeller sowie die Ruine der Burgkapelle. Diese wurde im 19. Jahrhundert unter Verwendung von Abbruchsteinen der Burganlage um einen im Norden angebauten Rundturm, sowie eine Eingangsfassade im Westen, ergänzt.

Die einstige Burganlage bestand aus einer Kernburg auf dem Gipfel des Bergkegels. Um diese legte sich eine halbmondförmige, stark befestigte Vorburg. Der im Süden des Berges angelegte Hauptzugang wurde mit einem bastionsartigen Vortor zusätzlich verstärkt. Der Bergfried nahm den höchsten Punkt des Berggipfels ein und hatte eine quadratische Grundfläche von 7,7 x 7,7 Meter sowie eine Mauerstärke von 1,7 Meter. Eine Ringwall-Graben-Befestigung umgab die mit weiteren Mauern und Türmen geschützte Burganlage.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos