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Die Burg Straußberg / Hainleite

Wie am Nordharz so sind auch am Südharz, in den dem Harz vorgelagerten Gebirgszügen, zahlreiche Burgenstandorte zu verzeichnen. Einer davon ist die Burg Straußberg in Straußberg. Dies ist ein Ortsteil der Kreisstadt Sondershausen im Kyffhäuserkreis (Thüringen) mit knapp 100 Einwohnern. Die Burg liegt auf einem Bergsporn unmittelbar in Straußberg. Über das Jahr ihrer Erbauung und auch über die Bauherren gibt es keine Zeugnisse. Dafür können wir aber mit großer Wahrscheinlichkeit auf den Zweck dieser Burganlage schließen. Sie wurde wohl als Kontrollpunkt und zur Sicherung der alten, von Nordhausen über das Wippertal zur Hainleite und nach Thüringen führenden, Heerstraße errichtet.

Es wird angenommen, dass die Burg um 1200 als Ministerialensitz durch die Thüringer Landgrafen errichtet wurde. Die Region war zuvor im Besitz von Heinrich dem Löwen, der mit seiner Ächtung seine dortigen Besitzansprüche verlor. Der Besitz ging dann wohl an die Thüringer Landgrafen über.

Der Bergfried ist stilistisch eng mit dem der Ebersburg verwandt, welcher bald nach dem Jahr 1180 errichtet wurde, was die Annahme der Bauzeit untermauert. Eine erste Erwähnung fand die Burg 1267, als der Truchsess des Landgrafen, Berthold von Schlotheim auf der Burg beurkundete. Vom Jahr 1285 bis zum Jahr 1316 beurkundeten die Kämmerer von Mühlhausen dort und ab dem Jahr 1318 war die Burg im Besitz der Grafen von Hohnstein. Durch Erbfall gingen Burg und Herrschaft Straußberg im Jahr 1356 an die Grafen von Schwarzburg, die im gleichen Jahr von Kaiser Karl IV. für den Ort das Marktrecht erhielten.

Der Palas verfügt über sonst im Burgenbau nicht übliche spitzbögige Arkaden, wie sie auch in der benachbarten Arnsburg vorzufinden sind, die ebenfalls schwarzenburgisches Eigentum war. Daher kann man vermuten, dass die gotischen Bauten der Anlage durch die Schwarzenburger errichtet wurden.

Im Jahr 1421 trugen die Grafen die Herrschaft dem Erzbischof von Mainz zum Lehen auf. Dies kann wohl im Zusammenhang der Auseinandersetzungen mit dem Landgrafen von Thüringen gesehen werden, die versuchten, reichsunmittelbare Herrschaften in ihre Lehnsabhängigkeit zu bringen.

Von 1465–1548 war die Herrschaft an die Herren von Tütcheroda verpfändet. Nach der Auslösung machte Graf Wilhelm von Schwarzburg die Burg in den Jahren 1552 bis 1598 zu seiner Residenz. Bei baulichen Veränderungen im Jahr 1581 unter seiner Herrschaft entstanden Burgküche und Torhaus. Nach Wilhelms Tod wurde die Herrschaft zu einer Domäne. Die Burg diente fortan nur noch als Getreidespeicher. Der Einbau von Stützpfeilern in einigen Gewölben erfolgte in dieser Zeit.

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Burg Straußberg  						<!--webbot bot=

Die Haupt- und die Kernburg stellen sich als geschlossene Anlage im romanischen Stil dar. Im Grundriss bildet die Anlage ein unregelmäßiges Fünfeck von etwa 40 x 43 m ab. Umgeben ist die Anlage von einem 12-15 m breiten, in den Fels geschlagenen Ringgraben. Der Zugang erfolgt von einem vorgelegten Torzwinger über eine Steinbrücke, die heute eine ehemalige Zugbrücke ersetzt. Die Anlage wird von einer umlaufenden Mantelmauer, mit innen angelehnten drei Gebäudeflügeln um den engen Hof, umgeben. Auf der Südostecke thront der mächtige, runde Bergfried von 10 m Durchmesser und 30 m Höhe, nach außen und nach innen aus der Mantelmauer hervortretend.

Der Turmzugang liegt vom Hof aus in 10 m Höhe. Heute wird der Turmabschluss von einem schiefergedeckten Kegeldach gebildet. Im südlichen Gebäudeflügel befindet sich die Torhalle und der Wachraum, der westliche Flügel ist Burgküche mit Vorbau, der nördliche Flügel präsentiert den Palas. Im Erdgeschoss befindet sich eine ehemalige Kapelle. Das Obergeschoss ist in Fachwerk ausgeführt, welches einen Saal umschließt. Die östlich gelegene Vorburg ist zum Gutshof mit Stall- und Speicherbauten sowie einem Herrenhaus umgewandelt.

Die Burg Straußberg war bis zum Ende des 2. Weltkrieg intakt, wurde dann aber durch Leerstand, Zweckentfremdung sowie fehlender Instandhaltung dem Verfall preisgegeben.

1997 gründete sich die Interessengemeinschaft Straußburg e.V., sie kaufte im November 2003 die Kernburg und arbeitet nun daran, die Burg Straußberg wiederzubeleben.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Straußberg
Video auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=U6wAdYkBOv0

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Copyright der Fotos Wikipedia, Zeichnungen und der Texte Bernd Sternal 2012

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 4
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 4

Diesmal stelle ich Ihnen textlich 49 Burgen und Schlösser vor, die durch zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen, Grundrisse, Stiche und Illustrationen veranschaulicht werden, die diesmal allerdings von verschiedenen Künstlern stammen. Ich habe wieder zahlreiche Archive und Bibliotheken durchforstet um Daten, Fakten aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Auch in diesen Band habe ich wieder zahlreiche Burgen und Schlösser aufgenommen, die nicht unmittelbar der Harzregion zugeordnet werden können, mit dieser aber geschichtlich eng verflochten sind. Wer mehr über die Herren dieser Burgen und Schlösser - über die Adelsgeschlechter der Harzregion - wissen möchte, dem empfehle ich meine „Harz-Geschichte“ Band 2 und Band 3. In diesen Büchern setze ich mich mit den geschichtlichen Persönlichkeiten und den entsprechenden Ereignissen in der Harzregion des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters auseinander. Dabei spielen natürlich auch die Befestigungsanlagen immer eine Rolle. Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude beim Lesen; vielleicht auch beim Erkunden dieser faszinierenden Bauwerke aus längst vergangener Zeit, die uns auch heute noch so viele Rätsel aufgeben.

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180 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
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