Ausflugsziele Startseite

 
Rubriken:
> Action & Freizeit
> Ausgewählte
   Hotels & Pensionen

> Baden im Harz
> Burgen & Schlösser
> Dome, Kirchen & Klöster
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Geschichte
> Harzer Persönlichkeiten
> Harzer Traditionen &
   Handwerk

> Höhlen & Bergwerke
> Kultur
> Motorradtouren
> Mühlen im Harz
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Reiten & Kutschfahrten
> Schlemmen
> Seen & Talsperren
> Tiere & Tiergärten
> Traumhochzeit im Harz
> Türme & Warten
> Wandern & Radeln
> Wellness & Gesundheit
> Wissenswertes

> Harz-Hotels online 
   Buchen mit Booking >>>

> Suchmaschine

> Anfrage an Gastgeber
   im Harz
  
Lassen Sie sich ein
   individuelles Angebot für
   Ihren Harzurlaub erstellen.

> Harzorte mit Gastgebern
> Last-Minute Angebote
   im Harz

> Video's vom Harz
> Webcam's vom Harz

> Harz Radio Archiv
> Harz-Karte
> Geheimtipp-Forum
   im Harz- Urlaub

 

 
 

Burg Wernigerode

Wenig südöstlich der Altstadt von Wernigerode, auf 360 m Höhe über NN, befand sich einst am westlichen Ende des Agnesberges die Burg Wernigerode. Nur von ihr soll hier die Rede sein, weil der Burggrundriss besonders bemerkenswert ist. Schon im Jahr 1121 wird ein Albertus Comes de Wernigerode genannt; 1429 starben die Wernigeröder Grafen jedoch aus, so dass Burg und Herrschaft an die Stolberger Grafen fielen.

Bei meiner Beschreibung der ältesten hochmittelalterlichen Bauteile folge ich Friedrich Stolberg (Befestigungsanlagen im und am Harz von der Frühgeschichte bis zur Neuzeit, Hildesheim 1968.) Wie F. Stolberg hervorhebt, ist der originale Burgcharakter durch Um- und Erweiterungsbauten des 15. - 17. Jahrhunderts bereits überdeckt worden, zusätzlich dann durch die neogotischen Schlossneubauten von 1861 - 1883 samt dem beherrschenden neuen Bergfried.

Die Burg Wernigerode um 1494

Die Burg Wernigerode um 1494
Lichtdruck von Louis Koch, Halberstadt 1915

F. Stolberg folgt im Wesentlichen den Forschungen von Hermann Wäscher (Burgen östlich und nördlich des Harzes, 1957) und vor allem dessen Beitrag zu Wernigerode in dem Buch „Feudalburgen in den Bezirken Halle und Magdeburg“, Berlin 1962. Demzufolge gab es als Ältestes den romanischen Burgkern von 50 x 55 m Durchmesser, mit polygonal umlaufender Ringmauer. An diese angelehnt waren das sogenannte „Neue Haus“, das „Steinerne Haus“ und der „Hofstubenbau“ – sämtlich aus dem 12./13. Jahrhundert – später teils mehrstöckig überbaut. Eine erste Burgkapelle und ein Bergfried von 8,4 x 8,9 m Kantenlänge vervollständigte die Bebauung; von beiden letzteren Bauten sind die Untergeschosse noch heute als Keller unter der Hofgleiche vorhanden. Zusätzlich war der Burghof durch eine Sperrmauer quergeteilt, die in Resten in einer Brüstungsmauer erhalten ist.

Im 14. Jahrhundert wurde von der Ringmauer im Abstand von 10 m eine zweite Ringmauer erbaut, nebst drei eckigen Mauertürmen und zwei Rundtürmen; dadurch entstand ein Zwinger. In den Jahren 1519 - 1527 wurde eine weitere, die gesamte Burg umgreifende Ringmauer im Abstand von 10 m angelegt. Dadurch entstand ein zweiter Zwinger, „Äußerer Graben“ genannt, ohne Mauertürme, jedoch mit einem weiteren Tor und Torturm. Zum Agnesberg-Plateau hin entstand ein gewaltiger Erdwall.

Im Jahr 1616 wurde auf der West-, Süd- und Ostseite nochmals ein Mauerring vorgelegt, so dass die Burg über 4 Ringmauern verfügte. Durch eine zusätzliche Bastion und Kasematten war die Burg schließlich als Renaissance-Festung zu bezeichnen. F.W. Krahe gibt in seinem Werk „Burgen des Deutschen Mittelalters – Grundriss-Lexikon“ (Flechsig-Verlag, 2000) den von H. Wäscher erstellten Plan deutlich wieder.

Später erfolgte der Ausbau zum höfischen Wohnschloss. Auf der Schloss-Terrasse steht eine verzierte Bronzekanone von 1521, eine weitere von 1527. Beide waren während des Dreißigjährigen Krieges vergraben worden und sind bei Bauarbeiten 1864 zufällig wieder aufgefunden worden. Heute wird das Schloss als Museum und Kultureinrichtung genutzt.

Weitere Informationen unter: Burg Wernigerode in Wikipedia

>>> Gastgeber in Wernigerode

zurück

Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2016

Links zu Harz-Urlaub

 
 Ausflugsziele nach Orten:
 
Alexisbad
Allrode
Altenau
Altenbrak
Aschersleben
Bad Grund
Bad Harzburg
Bad Lauterberg
Bad Sachsa
Bad Suderode
Ballenstedt
Benneckenstein
Blankenburg
Braunlage
Brocken
Clausthal-Zellerfeld
Dankerode
Derenburg
Duderstadt
Elbingerode
Elend / Mandelholz
Gernrode
Goslar
Hahnenklee
Halberstadt
Harzgerode
Hasselfelde
Herzberg
Ilfeld
Ilsenburg
Langelsheim
Lautenthal
Mansfeld
Meisdorf
Nationalpark
Nordhausen
Osterode
Quedlinburg
Rübeland
Sangerhausen
Schierke
Schladen
Seeland
Seesen
St. Andreasberg
Stecklenberg
Stolberg
Tanne
Thale
Trautenstein
Treseburg
Vienenburg
Walkenried
Wernigerode
Wildemann
Wippra
Wolfshagen
Worbis
Zorge
 
Weitere Empfehlungen!
 
Werben auf
Ausflugsziele-Harz.de
 
Gratis Reiseführer
   
 
   
  Hier kostenlosen Reiseführer aus dem Harz anfordern!
   
 
 
 
Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)

Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2 Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
160 Seiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen, 12 Stiche
Taschenbuch: 13,99 €
112 Seiten, 2 Farbseiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen