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Die Hünenburg bei Watenstedt

Die Hünenburg auf dem Heeseberg liegt bei Watenstedt im Landkreis Helmstedt. Von dieser Anlage, die wohl bis in prähistorische Zeit zurückreicht, gibt es keine schriftlichen Überlieferungen. Es handelt sich um eine ringförmige Wallanlage, die als Höhenburg angesprochen werden kann.

Die Befestigungsanlage liegt am westlichen Rand des Heesebergs, der sich zwischen dem Höhenzug des Elms und der Niederung des Großen Bruchs befindet. Sie besteht aus einem plateauähnlichen Gelände, das als unregelmäßiges Oval die Ausmaße von 160 x 220 Meter hat. Diese Anlage kontrollierte den Schnittpunkt alter, an ihrem Fuße gelegenen Fern- und Handelsstraßen. Sie war äußerst strategisch ausgerichtet mit ihrer Lage zwischen zwei Naturbarrieren. Das Plateau auf dem Heeseberg war durch eine Befestigungsmauer aus Erde und Holz geschützt. Der Verteidigungs- und Befestigungsring wurde im Norden und Westen durch angelegte geböschte Hänge geschützt. Im Süden bot der natürliche Geländeabfall Schutz und im Osten übernahm ein vorgelagerter Graben diese Funktion. Im Süden befand sich das Haupttor, ausgerichtet auf die alten vorbeiführenden Fernhandelswege. Das Haupttor war zum Wallverlauf rechtwinklig versetzt angelegt, sich nähernde Feinde mussten sich so mit der rechten, vom Schildarm ungeschützten Seite nähern.

Seit dem Jahr 1998 werden auf der Hünenburg systematisch archäologische Grabungen und Untersuchungen vorgenommen, die zu umfangreichen neuen Erkenntnissen führten. So ließen sich im Wall drei Bauphasen nachweisen: Die beiden älteren sind der jüngeren Bronzezeit zwischen 1100 und 700 v. Chr. zu zuordnen. Ein zunächst einfach angelegter Erdwall mit Palisade wurde zeitlich nahe rampenartig ausgebaut und mit einer hölzernen Außenmauer versehen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Anlage Sitz einer bronzezeitlichen Herrschaftsdynastie war. Darauf lassen Funde, wie ein auf der Hünenburg gegossenes, reich verziertes Bronzebecken, schließen. Diese Bronzebecken scheinen auch ins weitere Umland verbreitet worden zu sein. Es müssen Spezialisten der Metallverarbeitung innerhalb der Befestigungsanlage gelebt haben. Südlich der Wallanlage deckten die Archäologen eine größere Außensiedlung auf, darin waren Wohnhäuser mit Herdstellen und einer Art Steinpflasterung nachweisbar. Es wird davon ausgegangen, dass die Anlage einige Jahrhunderte in diesem Baustadium Bestand hatte. In jener Zeit entwickelten sich die Hünenburg und die angeschlossene Siedlung an dem Fernwegeschnittpunkt zu einer stadtartigen Handels- und Zentralsiedlung, die wohl durch den Handel mit Erzen, Metallgeräten und Salz zu Reichtum kam. Auf der Hünenburganlage waren Händler, Handwerker, aber auch die Stammesfürsten ansässig.

Die Fundsituation deutet darauf hin, dass diese Anlage etwa ab dem 7. vorchristlichen Jahrhundert aufgegeben wurde und das wohl für über 1000 Jahre. Erst nach dem Ende der Völkerwanderungszeit setzte eine neue Nutzungs- und Besiedlungsphase der Anlage ein. Die Sachsen waren die neuen Herren dieser Region und die Hünenburg gehörte zur Herrschaft Ostfalen. Die alten Befestigungsanlagen wurden wieder hergerichtet und wohl auch verbessert.

Der leitende Archäologe der Hünenburg-Grabung, Wolf-Dieter Steinmetz sieht in dieser Anlage die viel gesuchte Hoohseoburg, die laut fränkischer Annalen in den Sachsenkriegen zwischen Franken und Sachsen eine tragende Rolle gespielt haben soll. Meine Thesen und Vermutungen zu diesem Thema habe ich bereits in dem Kapitel über die Hoohseoburg dargelegt, ich möchte mich dazu hier nicht wiederholen.

Nach der endgültigen Niederlage der Sachsen und der Christianisierung durch die Franken hatte die Hünenburg wohl ihre Bedeutung verloren, wurde nicht mehr benötigt und verfiel.

Der ehemalige Standort der Hünenburg auf dem Heeseberg ist noch heute gut und deutlich sichtbar und für interessierte Wanderer sind Informationstafeln aufgestellt.

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Copyright der Fotos Dr. D. Schünemann, Verden und der Texte Bernd Sternal 2013

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 4
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 4

Diesmal stelle ich Ihnen textlich 49 Burgen und Schlösser vor, die durch zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen, Grundrisse, Stiche und Illustrationen veranschaulicht werden, die diesmal allerdings von verschiedenen Künstlern stammen. Ich habe wieder zahlreiche Archive und Bibliotheken durchforstet um Daten, Fakten aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Auch in diesen Band habe ich wieder zahlreiche Burgen und Schlösser aufgenommen, die nicht unmittelbar der Harzregion zugeordnet werden können, mit dieser aber geschichtlich eng verflochten sind. Wer mehr über die Herren dieser Burgen und Schlösser - über die Adelsgeschlechter der Harzregion - wissen möchte, dem empfehle ich meine „Harz-Geschichte“ Band 2 und Band 3. In diesen Büchern setze ich mich mit den geschichtlichen Persönlichkeiten und den entsprechenden Ereignissen in der Harzregion des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters auseinander. Dabei spielen natürlich auch die Befestigungsanlagen immer eine Rolle. Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude beim Lesen; vielleicht auch beim Erkunden dieser faszinierenden Bauwerke aus längst vergangener Zeit, die uns auch heute noch so viele Rätsel aufgeben.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
180 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
14 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
136 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos