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Das Humboldt’sche Schloss Auleben

Auleben ist ein Ortsteil der Stadt Heringen/Helme im thüringischen Landkreis Nordhausen. Die Ortschaft liegt östlich der Stadt Nordhausen, inmitten der Goldenen Aue, am Fuße der Nordabdachung der Windleite, westlich der Talsperre Kelbra und etwa 8 km nordöstlich von Sondershausen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Auleben als „Awenleibe“ in den Fuldaer Annalen für die Jahre 802 - 817. An den Hängen oberhalb des Dorfes befindet sich ein Feld von bronze- und jungsteinzeitlichen Grabhügeln, die auf eine lange Siedlungsgeschichte hinweisen. Dieses Gräberfeld besitzt eine Sonderstellung wegen seiner Ausdehnung und Belegungsdauer in Thüringen. Funde belegen bronzezeitlichen Salzhandel mit Handelskontakten bis ins heutige Niedersachsen.

Seit dem Jahr 1216 waren Adlige nach dem Ort benannt, die aber bereits im 14. Jahrhundert nicht mehr in Auleben nachweisbar sind. Es wird aber vermutet, dass schon im 13. Jahrhundert größere Rittergüter in Auleben bestanden haben.

Im Jahr 1518 wurde etwa 150 m südwestlich der Aulebener Kirche von den Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen ein Schloss auf dem Gelände eines Vorgängerbaus fertig gestellt. Auf dem Schlossgelände befindet sich noch eine wallartige Erhebung von etwa 12 m Durchmesser, die auf eine Turmhügelburg (Burgmotte) hindeutet und somit auf eine bereits sehr früh existierende Befestigung dieses Geländes.

Vom Jahr 1666 bis zum Jahr 1689 bewohnte Maria Magdalena, Pfalzgräfin bei Rhein zu Zweibrücken-Birkenfeld das Schloss. Es war der Witwensitz der Pfalzgräfin, den sie von ihrem Mann Anton Günther I., Graf von Schwarzburg-Sondershausen geerbt hatte.
Im Jahr 1713 kam das Schloss Auleben in den Besitz des wohlhabenden Thüringer Adelsgeschlechtes, der Freiherrn von Dacheröden.

Im Jahr 1788 hatte der deutsche Gelehrte und Staatsmann Friedrich Wilhelm Christian Carl Ferdinand von Humboldt Caroline von Dacheröden, die Tochter des Karl Friedrich Freiherr von Dacheröden, kennen gelernt. Mit dem überlieferten Briefwechsel des Paares, für den ein von beiden Braut- und später Eheleuten gepflegter Ton wechselseitiger Idealisierung bezeichnend ist, schufen Caroline und Wilhelm von Humboldt ein Orientierungsmuster des Geschlechterverhältnisses für das deutsche Bürgertum im 19. und noch im 20. Jahrhundert.

Nachdem Wilhelm von Humboldt im Jahr 1791 Caroline von Dacheröden, die Tochter des Karl Friedrich Freiherr von Dacheröden, geheiratet hatte, lebte das junge Paar während der darauffolgenden zweieinhalb Jahre auf Schloss Auleben. Dort setzte das Ehepaar seine Studien der altgriechischen Sprache, Kultur, Kunst und Philosophie fort. Außerdem trat es in regem Gedankenaustausch mit dem Harzer Altphilologen Friedrich August Wolf. Nach dem Tod seiner Ehefrau Caroline im Jahr 1829 kam das Schloss in den Besitz der Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt. Im Jahr 1835 wird, nach dem Tod seines Vaters Wilhelm, Theodor von Humboldt Besitzer des Schlosses. Im Jahr 1857 wird das Schloss, das inzwischen zum Gut umgewandelt wurde, für 18 Jahre an die Herren von Schlotheim verpachtet. Im Jahr 1871 übernimmt Mathilde von Humboldt das Gut wieder in Familienbesitz.

Im Jahr 1896 erwarb der Unternehmer Otto Schlieckmann das Aulebener Schloss, welches auf Grund seiner prominenten Vorbesitzer fortan Humboldt’sches Schloss genannt. In den Jahren 1908/09 wurde das unbewohnte Schloss komplett im alten Stil renoviert und diente der Familie Schlieckmann bis zur Enteignung 1945 als Wohnsitz.

Fortan war das Schloss in staatlichem bzw. kommunalem Eigentum. Es wurde 1949 umgebaut und bis zum Jahr 1987 als Schule genutzt. Seit 1988 ist das Schloss, ein massiver zweigeschossiger Bau mit Fachwerkaufsatz, Treppenturm und Kellergewölben, der Öffentlichkeit zugänglich.

Heute beheimatet das Schloss ein Heimatmuseum und eine Heimatstube. Das »Humboldt Zimmer« erinnert an die Zeit des großen deutschen Gelehrten und ist gleichzeitig ein beliebter Ort für Lesungen und Symposien. Der Schlosskeller kann für Feiern und Veranstaltungen gemietet werden und auch geheiratet werden kann im Humboldt’schen Schloss.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Auleben

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Copyright der Fotos Wikipedia und siehe Fotos
Copyright der Texte Bernd Sternal 2013

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 4
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 4

Diesmal stelle ich Ihnen textlich 49 Burgen und Schlösser vor, die durch zahlreiche Rekonstruktionszeichnungen, Grundrisse, Stiche und Illustrationen veranschaulicht werden, die diesmal allerdings von verschiedenen Künstlern stammen. Ich habe wieder zahlreiche Archive und Bibliotheken durchforstet um Daten, Fakten aber auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen zu tragen. Auch in diesen Band habe ich wieder zahlreiche Burgen und Schlösser aufgenommen, die nicht unmittelbar der Harzregion zugeordnet werden können, mit dieser aber geschichtlich eng verflochten sind. Wer mehr über die Herren dieser Burgen und Schlösser - über die Adelsgeschlechter der Harzregion - wissen möchte, dem empfehle ich meine „Harz-Geschichte“ Band 2 und Band 3. In diesen Büchern setze ich mich mit den geschichtlichen Persönlichkeiten und den entsprechenden Ereignissen in der Harzregion des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters auseinander. Dabei spielen natürlich auch die Befestigungsanlagen immer eine Rolle. Ich wünsche Ihnen wieder viel Freude beim Lesen; vielleicht auch beim Erkunden dieser faszinierenden Bauwerke aus längst vergangener Zeit, die uns auch heute noch so viele Rätsel aufgeben.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
180 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
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Taschenbuch: 14,99 €
136 Seiten, 1 Übersichtskarte, 13 Rekonstruktions- und 33 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 29 Zeichnungen, Grafiken und Fotos