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Kukeriulenburg bei Gielde

Gielde ist ein Ortsteil der Gemeinde Schladen-Werla im Landkreis Wolfenbüttel. Das Dorf liegt am süd-südwestlichen Rand des Oderwaldes zwischen Vienenburg im Süden und Wolfenbüttel im Norden, südwestlich liegt Liebenburg und südöstlich Schladen. Das Dorf wird in West-Ost-Richtung von der Warne durchflossen.

Die Entstehung des Dorfes reicht in die Vor- und Frühgeschichte zurück. Ältestes Zeugnis sind Ausgrabungen einer Wohnsiedlung am „Hetelberg“, die in der Jungsteinzeit (5000 v. Chr.) entstanden ist. Zahlreiche Funde beweisen, dass Gielde seit der jüngeren Bronzezeit (ab etwa 1250 v. Chr.) ununterbrochen besiedelt ist. Im Mittelalter war Gielde mit seinen Feldern und Wäldern Eigentum der deutschen Kaiser.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Gielde („Gelithi“) in der ältesten erhaltenen Urkunde vom 15. März 1140. Die Siedlung wird im Bereich der heutigen Kirche entstanden sein. Die Gielder Kirche war in ihrem Ursprung eine bedeutende Mutter- und Taufkirche, die vermutlich zu Zeiten von Bischof Godehard (1022 - 1038) errichtet worden ist und nach ihrem Abbruch in den Jahren 1844 bis 1847 in der jetzigen klassizistischen Form neu aufgebaut wurde.

Das Wahrzeichen von Gielde ist die bekannte „Gielder Eiche“ auf dem höchsten Punkt des Eichberges, ein geschichtsträchtiger Baum inmitten eines ehemaligen Brandgräberfriedhofes aus der Eisenzeit (7. Jh. v. Chr.). Bis zum 2. Jh. n. Chr. wurden dort die Toten der Umgebung bestattet. Das belegen Funde, die den Germanen und Cheruskern zugeschrieben werden.


Etwa 1 km nördlich von Gielde liegt auf einem 155 m hohen Ausläufer des Oderwaldes die Kukeriulenburg. Der oval angelegte Ringwall mit Graben hat nach Zobel 105 m Länge und 55 m Breite. Im Inneren der Wallanlage befindet sich im Südosten ein rechteckiger Erdaufwurf von 25 m Länge und 10 m Breite. Es besteht die Annahme, dass diese Burg, die im Volksmund als „Sachsenring“ bezeichnet wird, einst zum Besitz der Herren von Gielde gehörte, deren Stammsitz ganz in der Nähe lag.

Einige auf der Kuppe des Burgberges verstreute Bruchsteine lassen eine einstige Bebauung vermuten, die wohl mit dem Ringwall in Verbindung zu bringen ist. Die Kronenbreite des Walles beträgt durchschnittlich 2 m, die Sohlenbreite etwa 8 m und die Höhe etwa 1,5 m. Urkundliche Nachrichten von der Kukeriulenburg sind nicht überliefert.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos