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Burg und Schloss Allstedt

Der Ort Allstedt zählt zu den ältesten urkundlich erwähnten Siedlungen der Harzregion, denn bereits im Jahr 777 wird er im „Breviarium Sancti Lulli“ genannt.

Die Pfalz oder Burg fand ihre erste Nennung zwischen den Jahren 880 und 899 im Hersfelder Zehntverzeichnis und das Dorf Alstedi war dem Kloster Hersfeld zum Zehnt verpflichtet. Es kann also davon ausgegangen werden, dass Allstedt und seine Pfalz eine karolingische Gründung waren.

Wann und von wem die Pfalz gegründet wurde, sagen uns die alten Quellen nicht. Im 10. Jahrhundert kam die Pfalz dann an die Liudolfinger und wurde zur Kaiserpfalz, was sie bis zum Ende des 12. Jahrhunderts blieb. Urkundlich ist dies von Heinrich I. vom Jahr 935 bis zu Philipp von Schwaben im Jahr 1200 dokumentiert.

Als Otto II. und seine Gemahlin Theophanu um 979 das Kloster Memleben stifteten, wurde der Ort Allstedt dem Kloster überschrieben und die Pfalz zehntpflichtig. Ab 1150 wurden Pfalz und Reichsgut von den Vögten von Allstedt verwaltet. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts erlosch das Interesse des Kaiserhauses an dieser Pfalz und sie ging allmählich in Lehnsbesitz über. Lehnsherren waren: Landgrafen von Thüringen, Grafen von Glieberg, Markgrafen von Meißen, Herren von Beichlingen, Herren von Querfurt, Markgrafen von Brandenburg, Grafen von Mansfeld und von Anhalt. Im Jahr 1363 wurde dann erstmals die sächsische Pfalzgrafschaft Sachsen-Allstedt genannt.

Die Gesamtanlage steht auf einem nach Westen aus einer Hochfläche, 180 Meter über Normalnull, vorspringenden Bergsporn und besteht aus drei Teilen. Diese sind hintereinander geschaltet als Kernburg mit zwei Vorburgen und haben zusammen eine flächenmäßige Ausdehnung von 150 x 200 Meter.

Die ältesten Teile der Anlage stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Ältester sichtbarer Teil der Burganlage ist der Wohnturm rechts vom Eingang, der aus der Zeit um 1400 stammt.
Die Herren von Querfurt, die von 1369 bis 1496 Lehnsherren der Burg waren, ließen die alte Anlage abtragen und eine Anlage in heutiger Ausdehnung errichten. Danach war Kurfürst Friedrich der Weise Burgherr und er ließ im Wesentlichen die heutigen Gebäude erbauen. Nach dem Bauernkrieg im Jahr 1526 kam das Amt Allstedt an den Grafen Albrecht von Mansfeld, der die zum Teil zerstörte Burg wieder instand setzte. Aber der Mansfelder schien sich übernommen zu haben, denn seine Schulden veranlassten ihn, die Burg 1542 an die Grafen von Stolberg abzutreten. Diese waren aber nur bis 1575 in deren Besitz und mussten ihnen dann an die Wettiner abtreten.

Unter den sächsischen Herzögen wurde dann im Jahr 1691, durch zah-reiche bauliche Veränderungen, die Burg zum Wohnschloss umgebaut. Im Jahr 1721 folgte die Erbauung der Schlosskapelle in ihrer heutigen Form. Der barocke Schlossbau wurde von Ernst August I. von Sachsen-Weimar-Eisenach in den Jahren 1746 und 1747 veranlasst. Er konnte seine Pläne aber nicht vollenden, da er 1748 verstarb. So blieb unter anderem die Kernburg in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Amt Allstedt an den neugegründeten Freistaat Thüringen und erlebte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine wechselvolle Geschichte. Das Schloss Allstedt ging ins Eigentum des DDR-Staates über und wird seit 1975 erstmals als Museum genutzt. Auch heute noch, nach umfangreichen Reparatur- und Sanierungsarbeiten, ist das Schloss Allstedt ein Museum zur Geschichte von Pfalz, Burg, Schloss und Ort Allstedt und beherbergt ein Schlosscafé.

Die Pfalzanlage, die an der „Straße der Romanik“ von Sangerhausen nach Querfurt liegt, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Und das nicht nur wegen ihrer Sichtweite zum Kyffhäuser, diese altehrwürdige Anlage hat vielmehr zu bieten. Genannt sei als Beispiel die spätgotische Burgküche, die mit ihrem riesigen Kamin einen der größten, erhaltenen Burgkamine Europas aufweisen kann.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Pfalz_Allstedt

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2011

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)

Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2 Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
160 Seiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen, 12 Stiche
Taschenbuch: 13,99 €
112 Seiten, 2 Farbseiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen