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Das Schloss Harzgerode

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Burg und einem Schloss? Ein Schloss ist Wohn- und Regierungssitz weltlicher oder geistlicher Landesherren und im Gegensatz zur Burg steht die Forderung nach behaglichem Wohnen und Repräsentation gegenüber der Wehrhaftigkeit im Vordergrund. Dieser „Duden-Definition“ folgend ist das Schloss Harzgerode eher eine Burg.
 

Harzgerode ist ein sehr alter Siedlungsstandort. Das genaue Alter der Rodung, nach der Harzgerode benannt wurde, ist nicht bekannt. Die erste urkundliche Erwähnung des Fleckens bezieht sich auf Harrikesrothe und stammt aus dem Jahr 936. Um das Jahr 970 gehörte die Siedlung zum nahegelegenen Kloster Thankmarksfelde, das wiederum zum Kloster Nienburg/Saale gehörte. Erbaut wurde die Siedlung zum Schutz alter Heerwege und Bergwerke.

Im Jahr 1326 wurde eine Burg „Slot tho Hazekerode“ erstmals genannt. Damals waren die askanischen Grafen bereits Lehnherren. In den Jahren von 1549 bis 1552 erneuerte Fürst Georg von Anhalt die Burg. Ab 1635 wird die Burg zum Wohnsitz einer Nebenlinie des Hauses Anhalt-Bernburg und somit faktisch zum Schloss. Bis zum Jahr 1863 bleibt das Schloss Regierungssitz für die anhaltinischen Harzbesitzungen, dann wurde es als Residenz aufgegeben und mehrfach zum Verwaltungs- und Wohnbau umgestaltet. 

Das Schloss gehört heute der Stadt Harzgerode und ist für Besucher zugänglich. Von der Stadtseite gelangt man durch eine rundbogige Toreinfahrt auf den Schlosshof. Die etwa 40 x 45 Meter messende Kastellanlage ist in die Stadtbefestigung einbezogen, deren Nordwestecke sie bildet.

Das Schloss ist mit einer bis zu 2,5 Meter starken Mantelmauer mit Wehrgang umgeben. Im Schloss ist heute die Stadtbibliothek, der Festsaal, in dem Konzerte und Veranstaltungen stattfinden, das Heimatmuseum, das Historische Kabinett, das Kaminzimmer, das Restaurant „Schlosskeller“ sowie ein Schlosscafé beheimatet.

Weitere Informationen unter: http://www.harzgerode.de/schloss.htm

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2007/2011

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Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)
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