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Schloss Rammelburg

Gleich aus welcher Richtung man kommt, befährt man die B 242, die auch als Harzhochstraße betitelt wird, fällt einem im Unterharz zwischen dem Ort Saurasen und dem Abzweig nach Wippra im südlichen Harzwald ein Monumentalbau ins Auge. Es ist das inmitten bewaldeter Berge malerisch über dem Tal des Flüsschens Wipper gelegene Schloss Rammelburg. Das auf dem Hausberg auf 270 Meter Normalnull gelegene Schloss befindet sich in unmittelbarer Nähe zum gleichna-migen Dorf Rammelburg.

Es steht auf einem Baugrund aus Phyllit, der Baukörper ist aus Sandstein sowie Holzfachwerk. Die Hauptburg ist in Trapezform mit den Maßen 50 x 70 Meter errichtet. An der Ost- und an der Westspitze der Hauptburg thronen zwei runde Bergfriede im romanischen Baustil. Heute präsentiert sich uns das Schloss in seinen Grundzügen als Renaissancebau. Der Grund dafür liegt in einem schweren Brand im Jahr 1894, der den Hauptbau schwer beschädigte. Der kaiserliche Hofbaurat Ihne veranlasste die Wiederherstellung von 1901 bis 1904.
Wann und von wem die Rammelburg erbaut wurde liegt, wie bei so vielen Harzer Schlössern und Festungen, im Dunkel der Geschichte. 

Anzunehmen ist, dass der Schlossberg schon in vorgeschichtlicher Zeit als menschlicher Aufenthaltsort diente. Eine bronzene Lanzenspitze und eine Nadel vom Trothaer Typ, die bei den Aufräumarbeiten nach dem Brandt im Jahr 1894 gefunden wurden, untermauern diese Annahme. Erstmals ins Licht der Geschichte tritt die Rammelburg in einer Urkunde von Erzbischof Rudolf von Magdeburg aus dem Jahr 1259. Aus dem Inhalt dieser urkundlichen Nennung ist abzuleiten, dass eine Burg schon vor 1190 im Besitz der Grafen von Arnstein bestanden haben muss.

Im Jahr 1296 fiel die Rammelburg mitsamt der Herrschaft Arnstein an die Grafen von Falkenstein und einige Jahrzehnte später an die Grafen von Regenstein. Im Jahr 1400 wurde durch Heirat die Rammelburg zum Teilbesitz der Grafen von Mansfeld, die ab 1430 alleinige Besitzer waren. Abgesehen von einer kurzen Eroberung durch den Herzog Heinrich von Braunschweig im Jahr 1554 – in einer Fehde mit Graf Albrecht von Mansfeld-Hinterort – der die Rammelburg aber bald zurück gab, war die Burg bis zum Jahr 1602 im Besitz der Grafen von Mansfeld. Dann wurden die Anrechte, die Lehenshoheit war inzwischen an Kur-Sachsen gegangen, an Kaspar von Berlepsch verkauft. Als Besitzer folgten alteingesessene Adelsfamilien: 1637 von Stammer, 1737 von Friesen und 1903 von Heimburg.

Nach 1945 wurde der Besitz enteignet, eine Rehaklinik für Kinder wurde auf dem Schloss eingerichtet. Nach der Wiedervereinigung wurde die Rammelburg an eine Immobiliengesellschaft verkauft, die Kinderklinik wurde geschlossen und nach Wippra verlegt.

Das Gebiet der Rammelburg, das Wippertal sowie die südöstliche Vorharzhochfläche, sind wahrscheinlich der am wenigsten berührte Teil des Harzes. Wer urwüchsige Natur abseits einschlägiger Tourismuspfade sucht und wenig Wert auf touristische Infrastruktur legt, sollte dieser Region einen Besuch abstatten. 

Link zu Google-Maps: http://maps.google.de/

>>> Gastgeber in Wippra

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2007/2010

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 2
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)

Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 2 Band 2 unseres Burgenführers für die Harzregion schließt sich nahtlos an den erfolgreichen ersten Band an. Wieder werden ihnen 49 Burgen und Schlösser vorgestellt, die Bestandteil der Geschichte der Harzregion sind und wieder werden die textlichen Ausführungen von Bernd Sternal ergänzt durch Rekonstruktionszeichnungen von Wolfgang Braun und Grundrissen von Lisa Berg. Auch seltene alte Stiche haben wir wieder in den Archiven ausgegraben und als attraktive Ergänzung eingefügt.

Wie schon zuvor versuchen wir erneut eine Brücke zu schlagen, zwischen fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, gepaart mit einer kleinen Portion künstlerischer Fantasie, damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon haben, wie diese monumentalen Bauten des Mittelalters einmal ausgesehen haben könnten.

Wir hoffen, dass Ihnen auch dieser Band ein guter Begleiter bei der Erkundung dieser Altertümer sein wird, wie uns für den ersten Band mehrfach bekundet wurde.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
160 Seiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen, 12 Stiche
Taschenbuch: 13,99 €
112 Seiten, 2 Farbseiten, 29 Grundriss- und 41 Rekonstruktionszeichnungen