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Die Spatenburg bei Sondershausen

Die Spatenburg steht auf dem Spatenberg, einem kegelförmigen Kalksteinberg mit eine Höhe von 366,1 m ü. NN am Südrand der Kreisstadt Sondershausen im Kyffhäuserkreis in Thüringen.

Die Spatenburg hatte im Laufe der Zeit unterschiedliche Namen: Spartenburg, Ohlenburg, Olenburg, Alte Burg, Spadensburg – heute wird sie nach dem Berg, auf dem sie steht, Spatenburg genannt.

Im Hochmittelalter spielte die Spatenburg eine bedeutende Rolle. Erbaut wurde sie wahrscheinlich vor dem Jahr 1073 durch König Heinrich IV. – den wohl umstrittensten deutschen König des Mittelalters. Im Rahmen der Zurückgewinnung von Königseigentum, sowie der Wiederherstellung verloren gegangener Königsrechte, errichtete Heinrich IV. einige mächtige Burgen rund um den Harz, wozu wohl auch die Spatenburg gehörte.

Erstmals erwähnt wird die Burg in der Reihe der von Lampert von Hersfeld in seinen Jahrbüchern aufgezählten Burgen Heinrichs IV.; die bekannteste darunter war sicherlich die Harzburg. Im Jahr 1074 belagerten thüringisch-sächsische Aufständische während des Sachsenkrieges vergeblich die Spatenburg. Der König konnte diesen inneren Krieg gegen die sächsischen Aufständischen nicht für sich entscheiden und musste 1074 dem Gerstunger Frieden zustimmen. Als dessen Ergebnis musste er auch seine Burgen in Thüringen und Sachsen zerstören: 1075 erfolgte die Schleifung der Spatenburg. Die Spatenburg wurde später wieder aufgebaut. Als über Heinrich IV. von Papst Gregor VII. der Bann ausgesprochen wurde, kam es zu einer erneuten Zerstörung der Burg.

Die Burg wurde dann im 12. Jahrhundert wieder aufgebaut, vermutlich durch das Erzstift Mainz. Im Jahre 1212 wird Berthold von Spatinberc, ein Sohn des mainzischen Ministerialen Günther von Rottleberode, als Burgherr erwähnt; somit war die Burg als Lehen wohl in den Händen der Thüringer Landgrafen. Nach dem Aussterben des älteren thüringischen Landgrafenhauses im Jahr 1247 belehnte Erzbischof Gerhard von Mainz 1254 den neuen Landgrafen Heinrich den Erlauchten, Markgraf von Meißen, mit der Burg „Spadingberg“. Im Jahr 1263 gab Heinrichs Sohn Albrecht die Burg für 50 Mark Silber als Unterlehen an den Grafen Heinrich II. von Hohnstein, der seinerseits bestehende Rechtsansprüche der Anhalter Grafen ablöste. Fortan waren die Grafen von Hohnstein Herren der Burg Spatenburg, unbeschadet der Lehenshoheit des Mainzer Erzbistums und der Thüringer Landgrafen.

Da die Söhne des Hohnsteiner Grafen Heinrich II. allerdings gegen den deutschen König Adolf von Nassau Krieg führten und verloren, wurde 1295 die Spatenburg endgültig zerstört. Nach dem Erlöschen des Hohnsteiner Grafenhauses kam der Besitz als Erbe an die Schwarzburger Grafen. Im Auftrag von Graf Anton Heinrich von Schwarzburg erfolgten 1637 auf dem Burggelände Ausgrabungen. Über die Ergebnisse ist nichts überliefert. Die Burg blieb bis zum Ende des 1. Weltkrieges in Schwarzburger Hand.

Auf der felsigen Kuppe des Spatenberges sind heute keine Mauerreste mehr auffindbar. Allein ein Ringwall mit Vorgraben umgibt die Bergkuppe und legt noch Zeugnis von der einstigen wehrhaften Burganlage ab. Inmitten des Burgplatzes steht heute ein Bismarckturm, der 1895 errichtet wurde. Dieser hat eine quadratische Grundfläche von 5,7 x 5,7 m und eine Höhe von 19,50m. Leider ist das Besteigen dieses Aussichtsturmes derzeit wegen Baufälligkeit nicht erlaubt. Das Baumaterial kam aus dem unweit gelegenen Steinbruch des Totenberges und nicht, wie manchmal vermutet wird, aus der Burgruine.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 5
Bernd Sternal, Wolfgang Braun
Burgen und Schlösser der Harzregion, Band 5

Am 13.06.2007 habe ich meinen ersten Burgentext geschrieben, inzwischen sind über 7 Jahre vergangen. Seit 2010 ist jährlich ein Band „Burgen und Schlösser der Harzregion“ erschienen – der 5. Band ist nun der letzte. Insgesamt habe ich die Geschichte von 239 Burgen und Schlössern auf über 850 Buchseiten vorgestellt.
Hunderte Grafiken, Zeichnungen, Stiche und Grundrisse illustrieren die Bücher und geben eine Vorstellung vom einstigen Aussehen dieser alten Wehrbauten, von denen heute oftmals nur noch Ruinen, Burgplätze oder Wallanlagen erhalten sind.
Viele Menschen haben mich bei diesem Projekt unterstützt. Alle hier zu nennen würde diesen Rahmen sprengen. Dennoch möchte ich einigen Unterstützern hiermit meinen Dank aussprechen: Ohne die vielen wun-dervollen Rekonstruktions-Zeichnungen von Wolfgang Braun hätten diese Bücher viel von ihrem Charme eingebüßt. Dr. Detlef Schünemann hat als ausgewiesener Burgenkenner wesentlich dazu beigetragen, dass meine Texte ergänzt und abgerundet wurden. Auf Grund des Einsatzes von Detlef und Marianne Schünemann konnten eine ganze Reihe Burgruinen und Wallanlagen erstmals vermessen und, unter Überprüfung älterer Beschreibungen, hier vorgestellt werden.
Durch die dankenswerte Unterstützung der Genannten sowie vieler Ungenannter ist ein Werk entstanden, das hoffentlich Burgenfreunden, Geschichtsinteressierten aber auch kulturhistorisch interessierten Wanderern noch lange Freude bereiten wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
176 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
12 Stiche, 34 Zeichnungen, Grafiken und Fotos
Taschenbuch: 14,99 €
140 Seiten, 1 Übersichtskarte, 18 Rekonstruktions- und 36 Grundrisszeichnungen,
11 Stiche, 31 Zeichnungen, Grafiken und Fotos