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Das Knigge - Schloss Harkerode

„Benimm“ auch „gutes Benehmen“ genannt, ist in den allerseltensten Fällen Glückssache. Wenn man an „Benimm“ denkt, kommt uns stellvertretend Knigge in den Sinn, Adolph Freiherr Knigge. Das deutsche Synonym für Benimmratgeber, dessen bekanntestes Werk „Über den Umgang mit Menschen“ ist. Das Werk aus dem Jahre 1788 wurde irrtümlich als „Benimmbuch“ missverstanden. Es war ursprünglich eine Aufklärungsschrift, die für Taktgefühl und Höflichkeit im Umgang mit den Generationen und Berufsständen werben wollte.

Die Familie Knigge war ein uraltes Adelsgeschlecht, welches aber verarmte, dass „von“ ablegte und nur noch den Titel „Freiherr“ beibehielt. Zu Hause waren die Knigges im Calenberger Land, das zwischen Diester und Leine in der Region Hannover liegt.

Im Jahr 1678 waren die Grafen von Mansfeld-Vorderort insolvent. Die Südharzer Grafen mussten Teile ihrer Grafschaft verpfänden, so auch die der Herrschaft Arnstein, die an die Freiherren Knigge verpfändet wurde. Die zugehörige Burg Arnstein entsprach wohl nicht mehr den Ansprüchen der neuen Besitzer und verfiel zunehmend. Um das Jahr 1700 begannen die Knigges am Flüsschen Eine, am Rande des Dorfes Harkerode, ein kleines Jagdschloss zu erbauen. Im Jahr 1812 gelangte die Familie Knigge dann in den endgültigen Besitz der Herrschaft Arnstein.

Das Schloss Harkerode wurde von den Knigges bis zum Jahr 1944 ständig genutzt, es wurde ständig erhalten und erweitert. Im Jahr 1945 wurde das Schloss im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet und in Volkseigentum überführt. Nach einigen Jahren Leerstand wurde das Schloss ab dem Jahr 1952 als Kinderheim umgenutzt. Nach der Wiedervereinigung ging das Schloss in das Eigentum des Landkreises über, wurde aufwendig saniert und wird weiterhin als Kinderheim genutzt.

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://harz-saale.de/Impressionen/Burgen_Schloesser/Harkerode/harkerode.html

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2009

 
Burgen und Schlösser in der Harzregion: Band 1
Bernd Sternal (Autor), Lisa Berg (Autor), Wolfgang Braun (Autor)
Burgen und Schlösser der Harzregion

In den einschlägigen Touristenführern und Bildbänden über den Harz, finden wir immer die selben Burgen und Schlösser, die als Wahrzeichen und Ausflugsattraktion vorgestellt werden. Aber der Harz hat sehr viel mehr, dieser faszinierenden, mittelalterlichen Altertümer, die in keinem Reiseführer vorkommen. Es sind die zahlreichen Ruinen der Harzer Burgen und Schlösser, von deren Aussehen wir kaum eine Vorstellung haben. Das Autorenteam hat lange gearbeitet und nun liegt das Resultat als Buch vor. Es vermittelt ihnen in einzigartiger Weise, wie diese legendären, von Mystik umwehten Relikte einer längst vergangenen Zeit, einmal ausgesehen haben könnten. Mittels detaillierter Rekonstruktions- und Grundrisszeichnungen sowie historischer Zeichnungen und Stiche und umfassenden geschichtlichen Fakten, können sie sich ein Bild von der Harzregion im Mittelalter machen. Wir wünschen ihnen viel Freude dabei und möchten sie schon neugierig machen auf den II. Band der bald folgen wird.

Gebundene Ausgabe: 26,99 €
192 Seiten, Übersichtskarte, 57 Grundriss- und 38 Rekonstruktionszeichnungen,
19 Abbildungen, 11 Fotos
Gebundene Ausgabe: 26,99 €
192 Seiten, Übersichtskarte, 57 Grundriss- und 38 Rekonstruktionszeichnungen,
19 Abbildungen, 11 Fotos
Taschenbuch: 13,99 €
140 Seiten, Übersichtskarte, 54 Grundriss- und 38 Rekonstruktionszeichnungen,
8 Abbildungen

Taschenbuch: 13,99 €
140 Seiten, Übersichtskarte, 54 Grundriss- und 38 Rekonstruktionszeichnungen,
8 Abbildungen